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Mathias Schwappach in der Waiblinger Kreiszeitung, November 2001

Verdienter Beifall für enorme Vielseitigkeit

Jahreskonzert des Harmonika-Orchesters Endersbach in der Jahnhalle /
Zwei-Stunden-Programm ohne Längen / Mitglieder geehrt
Weinstadt.
Nach rund zwei Jahren Pause zog es am Samstag Liebhaber und Aktive der Harmonika-Musik wieder in die Jahnhalle. Das Harmonika-Orchester Endersbach demonstrierte dort in einem rund zweistündigen Programm die Vielseitigkeit des oft so belächelten Instruments und erntete verdienten Beifall.
Den Anfang machte das Jugend-Ensemble unter der Leitung von Edmund Holzwarth. Die „Kleine Konzertvariation” und „Fresh Air” stimmten die rund 350 Zuhörer ein und ließen von Interpretation und Klang her keine Wünsche offen. Verstärkt wurde das Jugendorchester im nächsten Programmpunkt durch die HOE-Kids, geleitet von Angela Hausenbiegl. Auch hier wurde schnell klar, dass auch die ganz Kleinen am Akkordeon bereits ganz groß sind. Generationswechsel auf der Bühne: Adolf Müller und die „Fidelen Oldies” zeigten, dass sie auch noch jede Menge drauf haben.
Geehrt wurden diesmal nur Männer. „210 Jahre Mitgliedschaft halte ich hier in der Hand”, verkündete Günter Hausenbiegl stolz. Sie verteilten sich auf fünf Herren im HOE: 25 Jahre dabei sind Rolf Kleppe und Harald Zinser. Geehrt wurden Willy Ziegler und Adolf Müller für jeweils 50 Jahre aktives Musizieren im HOE.
   
Seit 1941 ist Gerhard Merz Mitglied des Orchesters - satte 60 Jahre. Für diese drei gab´s Kunst: „Ansichten aus Endersbach” in Aquarell. Und für Ziegler und Müller noch Verbandsnadeln in Gold.
Wie erwartet präsentierte sich dann das erste Orchester wieder in beeindruckender Manier: Unter der Leitung Edmund Holzwarths spielte es zunächst zwei spanische Tänze, expressiv und klangscharf vorgetragen. Der musikalische Trip ging weiter mit „Reisebildern vom Balkan”, das Werk verlangt seinen Interpreten ein besonderes Maß an Technik ab, steht es doch im hier zu Lande äußerst ungewohnten 7/8-Takt. Den Höhepunkt bildete dann Josef Rixners „Bagatelle”. Angekündigt als „eine Kleinigkeit” wurde schnell deutlich, welch eine hohe Anforderung das Orchester hier an sich selbst stellte. Das Publikum applaudierte begeistert. Keine Längen, keine Patzer, eine tolle Leistung des HOE.
 Das war´s vorerst mal wieder für einige Zeit: „Wir gehen nicht jedes Jahr in die Halle”, erklärt Hausenbiegl, „manchmal gehen wir auch in die Kirche.” Mit Barockem von Bach, „das hat sich so entwickelt, ursprünglich als Begleitung zum Gottesdienst bis hin zum Konzert”. Nächster Termin: 21. April 2002 in der katholischen Kirche Endersbach.
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© 2018 HOE • Autoren: Jörg und Martin • Alle Rechte vorbehalten • Stand: 3. August 2016