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Waiblinger Kreiszeitung, 4. September 2006

Das Akkordeon passt zu den „Schoofseggl”

Weinfest beim Harmonika-Orchester Endersbach - dieses Mal mit dem Ulk-Mundart-Duo aus Rommelshausen
Weinstadt Endersbach. Das Duo „Schoofseggl” verbindet Musik mit schwäbischer Kultur und zieht damit jede Menge Publikum an. Diese Erfahrung machte das Harmonika-Orchester Endersbach, das die schwäbischen Musik-Entertainer als „Top Act” in den Weinfest-Abend am Samstagabend aufnahm.
Schon vor Hallenöffnung zwei Stunden vor Beginn des offiziellen Bühnenpro-gramms hätten etliche Menschen vor der Jahnhalle gewartet, berichtete Margit Siegle. „Scheint so, die haben ihre eigene Fangemeinde mitgebracht.” 200 von 300 Plätzen waren zu dem frühen Zeitpunkt verkauft. Viele Besucher kämen gezielt wegen dem Duo „Schoofseggl”. „Ich habe viele unbekannte Gesichter und junge Leute im Publikum gesehen.” Die „Schoofseggl” Martin Spieß und Peter Schäfer boten eine Melange, die sich zwischen schwäbischem Ulk, schrägen Akkordeon-klängen, Blasmusik und hintersinnigen Nonsens-Texten immer im richtigen Humorbereich einpendelte und für Stimmung an den Tischen sorgte. Manchmal wüssten sie selbst vorher nicht, was sie spielen, und legten die Songfolge spontan fest, so Martin Spieß.
„Ein richtig schöner bunter Eintopf”
Ein bisschen Stegreif gehöre dazu. Dank digitaler Harmonika-„Midi”-Technik sind sie dafür bestens ausgestattet und vielseitig
  genug, um zwischen Volksmusik und Rap bis zur Orchestermusik zu changieren - „ein richtig schöner bunter Eintopf” sagte Günter Hausenbiegl, Erster Vorsitzender des Harmonika-Orchesters. Weil das Akkordeon die „Schoofseggl”-Show prägt, überzeugte dies die Veranstalter, Akkordeonmusik einmal anders und genreübergreifend zu präsentieren. Den Auftakt bestritt das erste Orchester in einer 20-köpfigen Besetzung dennoch selbst: mit einem schwungvollen sechsstimmigen Feuerwehrmarsch, einer expressiven lebhaften „Tarantella” sowie dem überraschenden „Souvenir de Suisse”, in das elektronische Alphorn-Akustik aus dem Keyboard eingewoben wurde.
Das Weinfest ist auf mehrere Schultern verteilt. Im Wechsel mit dem Liederkranz veranstaltet das Harmonika-Orchester alle zwei Jahre das gesellige Beisammensein bei Wein und Musik in der Jahnhalle. Ausgeschenkt wurden wie immer Weine der Remstalkellerei. In den Sommerferien gebe es immer eine interne Weinprobe, bei der heuer zehn Weiße und zehn Rote von den Harmonika-Aktiven verkostet wurden - bis auch hier die Mischung stimmte und für jeden Geschmack etwas dabei war: von lieblich und halbtrocken bis trocken, vom Trinkwein bis zu höherwertigen Tropfen, so Margit Siegle.
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