Suchen:

Diese Satzung war gültig von der Gründung 1934 bis 1959

§1

Der Club wurde am 15. Juni 1934 gegründet und hat den Namen Handharmonika-Club Endersbach i.R.
Seine Ziele sind Pflege, Ausbreitung und Veredlung des Handharmonikaspiels. Der Club ist unpolitisch und steht im Dienste der Volksmusikpflege.

§2

Der Club besteht aus:
a) aktiven Mitgliedern
b) der Jugendabteilung
(Für die Aufnahme bei a und b entscheidet der Ausschuß nach den Vorschlägen des Dirigenten. Voraussetzung für die Aufnahme von Jugendlichen ist die Einwilligung der Eltern oder des Vormundes, die schriftlich zu geben ist.)
c) passiven Mitgliedern
d) Ehrenmitgliedern. Zu solchen werden Personen ernannt, die sich besondere Verdienste um den Club erworben haben.

§3

Wenn die finanzielle Lage es notwendig macht, werden von den aktiven Mitgliedern Beiträge erhoben, über deren Höhe noch zu bestimmen ist.
Für passive Mitglieder wird der Beitrag auf RM 0,50 im Vierteljahr festgesetzt.

§4

Der Gesamtausschuß besteht aus:
a) dem Clubleiter
b) dem Stellvertreter
c) dem Schriftführer
d) dem Kassier
e) dem Instrumenten- und Notenverwalter
f) dem Dirigenten

Clubleiter, Schriftführer und Kassier bilden zusammen den eigentlichen Vorstand. Clubleiter und Dirigent führen im Benehmen mit dem Gesamtausschuß die Arbeiten des Clubs.
In den Gesamtausschuß können nur Mitglieder über 18 Jahre alt aufgenommen werden, zum Leiter nur, wer das 25. Lebensjahr erreicht hat.

 

§5

Der Clubleiter wird in öffentlicher oder geheimer Abstimmung von den Clubmitgliedern mit Stimmenmehrheit gewählt. Ein Mitglied der N.S.D.A.P. muß als Beobachter bei dieser Wahl anwesend sein. Voraussetzung für die Wählbarkeit ist eine 6-monatliche Clubzugehörigkeit. Schriftführer, Kassierer, Instrument- und Notenverwalter, die Mitglieder der deutschen Arbeitsfront sein müssen, werden vom Clubleiter bestimmt. Der so entstandene Gesamtausschuß bedarf der Verbandsführungsbestätigung, die im Anschluß an die Wahl einzuholen ist. Das Geschäftsjahr deckt sich mit dem Kalenderjahr.

 

§6

Die Hauptversammlung findet jeweils im Januar statt. Der Termin ist 14 Tage vorher bekannt zu geben. Etwaige Anträge sind schriftlich 8 Tage vor der Hauptversammlung an den Clubleiter einzureichen.
Beschlüsse werden durch einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Clubleiter. Satzungsänderungen erfordern eine Zweidrittelmehrheit. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder über 17 Jahre. Die Kassenrevisoren werden, wenn nicht anders beschlossen, dem Gesamtausschuß entnommen. Rechnungen dürfen nur auf Anweisung des Clubleiters ausbezahlt werden.

 

§7

Außer der Hauptversammlung können nach Bedarf weitere Versammlungen einberufen werden. Beschlüsse werden auch hier durch Stimmenmehrheit gefaßt.

 

§8

Alle Spieler und Spielerinnen des Clubs sind zum pünktlichen und regelmäßigen Übungsstundenbesuch verpflichtet. Die Proben sind Dienst und zwar Dienst an der Volksmusik, der wie jeder andere, mit soldatischer Gewissenhaftigkeit auszuführen ist. SS- und SA-Leute erhalten von ihren Vorgesetzten zur Erfüllung dieses Dienstes Urlaub. Wer unentschuldigt die Proben versäumt, zahlt ein Strafgeld von 50 Pfg. pro versäumter Probe. Schlechte Probenbesucher werden den guten gegenüber im Genuß von Clubvorteilen zurückgesetzt, wenn nicht gar deren Clubausschluß, Aufnahmesperre bei anderen Clubs, und damit das Spielverbot in der Öffentlichkeit durch den Bund verfügt wird. Allen Anordnungen des Clubleiters und des musikalischen Leiters im Dienste der Volksmusik ist unbedingt Folge zu leisten. Insbesondere hat der Club nach einer umfassenden Spielentwicklung strebend, mit allen Mitteln darauf hin zu arbeiten, um über die Instrumente in seiner Spielerschar zu verfügen, die eine einheitliche gute Stimmung und eine Mannigfaltigkeit der Klangwirkung gewährleisten. Erst das Spielen verschiedener Stimmen verleiht dem Spiel besonderen Reiz und Erfolg. Jeder Spieler hat sich daher den Anordnungen des Leiters in der Stimmverteilung zu unterwerfen.

 

§9

Jedes Mitglied ist zu vollkommener Disziplin und Ordnung im Club streng verpflichtet. Stets, besonders aber bei Veranstaltungen und Konzerten des Clubs, ist anständiges und würdiges Verhalten Ehrenpflicht.

 

§10

Wer die Interessen, die Ehre und das Ansehen des Clubs schädigt, wird ausgeschlossen.

 

§11

Bei Satzungsverstößen verwarnt der Clubleiter im Benehmen mit dem Gesamtausschuß die betreffenden Mitglieder, oder verfügt deren Ausschluß.

 

§12

Austretende oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinerlei Anspruch an das Vermögen des Clubs.

 

§13

Wird eine Spielergruppe für einen Anlaß besonders verpflichtet, oder beschafft sich eine solche Spielgelegenheit - wovon stets die Clubleitung zu verständigen ist - so fällt der Gewinn aus solchen Verpflichtungen den betreffenden Spielern zu. Es soll nach Möglichkeit zwischen den Mitgliedern des Clubs abgewechselt werden. Verboten ist wildes Musizieren - ohne Inkenntnissetzung der Clubleitung - von einzelnen und von Gruppen.
In Zweifelsfällen über Spielgeeignetheit zu betätigender Spieler entscheidet der Dirigent.

 

§14

Jedes aktive Mitglied des Clubs erhält die Noten kostenlos zur Verfügung gestellt, wenn es die Mittel des Clubs ermöglichen. Damit ist die Verpflichtung verbunden, die Noten schonend und ordnungsgemäß zu behandeln. Fehlende oder leichtfertig beschädigte Noten müssen von dem betreffenden Spieler aus seiner Tasche ersetzt werden.

 

§15

Die Mitglieder dürfen die Instrumente, die Clubeigentum sind nur für den persönlichen Gebrauch benutzen, sie dürfen nicht ausgeliehen werden. Diese Mitglieder müssen aus Spielerlösen vermittels solcher Instrumente zehn Prozent an die Clubkasse abführen. Für leichtfertig verursachte Beschädigungen haftet der Spieler.

 

§16

Die Ausbildung des Cluborchesters darf nur einem befähigten Dirigenten, möglichst einem sogenannten Fachlehrer übertragen werden, der seinerseits aus Mitgliedern besonders begabte und geeignete Spieler als Mitdirigenten oder Mitlehrer bestimmen kann. Über die Höhe des Dirigentengehaltes bestimmt je nach Vermögenslage der Ausschuß im Einvernehmen mit dem Club.

 

§17

Der Club ist Mitglied seines Bezirkes und des Deutschen Harmonika-Verbandes und hat allen Anordnungen dieser Stellen Folge zu leisten.

 

§18

Die Clubinteressen vertritt der Verband in der Reichsmusikkammer, Fachschaft Volksmusik, Gruppe 2 Handharmonika, in die der Club als Verbandsbestandteil eingegliedert ist, und die Spieler-Interessen in der Stagma.

 

§19

Der Club löst sich auf, wenn er weniger als zwei Mitglieder zählt. Im Falle der Auflösung fällt das Vermögen an den Bezirk, Verband oder an die Gemeinde zum Zwecke der Verwaltung bis zur Erziehlung eines erneuten Clubaufbaues.

 

§20

Jedes Mitglied erhält die Satzungen ausgehändigt und erkennt seine Mitgliedschaft und die daraus sich ergebenden Verpflichtungen durch seine Unterschrift an.

Valid HTML 4.01 Strict  CSS ist valide!
© 2018 HOE • Autoren: Jörg und Martin • Alle Rechte vorbehalten • Stand: 3. August 2016