Sonstige

2019 Mitgliederversammlung

Waiblinger Kreiszeitung, 25. Februar 2019

Harmonika Orchester hat gewählt

Mitgliederversammlung 2019

2018 Mitgliederversammlung

Waiblinger Kreiszeitung, März 2018

Neuer Vorstand beim Harmonika-Orchester

In der Versammlung des Endersbacher Vereins wurden außerdem langjährige Mitglieder geehrt

Weinstadt
Neue Vorstandsmitglieder sind bei der Mitgliederversammlung des Harmonika-Orchesters Endersbach gewählt worden. Der langjährige Vorsitzende Jörg Grundner trat nicht mehr an. Den Vorstand bilden nun Gerlinde Holzwarth, Hans Möckesch sowie Martin Schnaithmann. Darüber hinaus wurden einige Mitglieder für ihre langjähriges Vereinsengagement geehrt.
Wechsel im Vorstand des Harmonika-Orchesters: Jörg Grundner, der 17 Jahre im Vorstand des Endersbacher Vereins tätig war, ist bei der Mitgliederversammlung am Dienstag nicht mehr zur Wahl angetreten. An seiner Stelle wurden Gerlinde Holzwarth und Hans Möckesch neu gewählt. Verein treibt Jugendarbeit voran Martin Schnaithmann wurde als Vorstand bestätigt. Auch der Ausschuss hat neue Mitglieder: Margit Siegle und Joachim Endress. Elena Deiss wiederum wurde neue Schriftführerin, Christel Rühle als Kassenprüferin bestätigt.
Das vergangene Jahr sei geprägt gewesen von der Werbung um junge und jugendliche Mitglieder für Akkordeon und Melodica, schreibt Jörg Grundner in einem Pressebericht. An den Grundschulen in Strümpfelbach und Endersbach seien neue Akkordeon- und Melodica-AGs gegründet worden. Auch das musikalische Engagement der Orchester sei sehr umfangreich gewesen: vom Probenwochenende der Tastenflitzer im Eschelhof über die Teilnahme bei der Musikmesse in Schnait, beim Konzert des Philharmonischen Chors in Waiblingen, ein Geburtstagskonzert im Altenheim St. Hedwig in Kirchheim unter Teck bis hin zum großen Herbstkonzert in der Jahnhalle. Bei diesem spielten drei Orchester aus drei Generationen.
Ein Großteil der Tastenflitzer ist Grundner zufolge ins Erste Orchester gewechselt. So konnte ein neues Schülerorchester gegründet werden. Höhepunkt 2018: Das Weinfest Als Höhepunkt in diesem Jahr veranstaltet das Harmonika-Orchester wieder das traditionelle Weinfest am 1. und 2. September in der Jahnhalle, schreibt er.
Der Verein freue sich immer über neue Spieler und Spielerinnen, die lernen wollen, Akkordeon und Melodica zu spielen. Auch Nachwuchskräfte seien herzlich willkommen. Sie alle erführen eine gute Ausbildung an den Instrumenten.
Als traditionsreicher Verein habe das Orchester natürlich auch langjährige Mitglieder zu ehren gehabt. Drei Mitglieder sind seit 40 Jahren beim Verein. Der Vorstand überreichte ihnen für ihre Treue Urkunden und Geschenke. Geehrt wurden Edmund Holzwarth, Dirigent des Ersten Orchesters , Erwin Schurrer, Betreuer der Homepage, Edith Dlapal, aktive Musikerin.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft als Akkordeon-Spieler wurden außerdem Rolf Kärcher, Willi Prokain und Helga Weber geehrt

2018 Mitgliederversammlung

Waiblinger Kreiszeitung, März 2016

Ehrung beim Harmonika-Orchester

Außerdem wurden Martin Schnaithmann und Ulrike Lenz neu in den Vorstand gewählt

Weinstadt-Endersbach.
Personalwechsel beim Harmonika-Orchester Endersbach: Martin Schnaithmann und Ulrike Lenz wurden neu in den Vorstand gewählt. Außerdem wurden verdiente Mitglieder geehrt.
Die diesjährige Mitgliederversammlung des Harmonika-Orchesters Endersbach (HOE) stand im Zeichen von Neuwahlen und Aktualisierung der Satzung. Die zahlreichen Mitglieder hatten viel abzustimmen. Zunächst galt es, die Satzung auf den neuesten Stand der Gesetzgebung zu bringen. Auch im Vorstand gab es Veränderungen. Margit Siegle und Helga Weber wechselten in den Ausschuss, Günter Hausenbiegl stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl, Jörg Grundner wurde wieder im Vorstand bestätigt.
Auch im Ausschuss gab es Wechsel. Günter Walter verzichtete auf seine Wiederwahl, dafür wurden Rita Grundner, Helmut Goll und Erwin Schurrer neu in den Ausschuss gewählt. Birgit Johann wurde als Ausschussmitglied wieder bestätigt. Elena Deiß ist neue Jugendbeauftragte und im Ausschuss vertreten. Neue Kassenprüferin ist Christl Rühle, die die Nachfolge von Erwin Schurrer antritt. Auch dieses Jahr wurden wieder langjährige Mitglieder und Spieler geehrt. Zehn Jahre Mitglied im Harmonika-Orchester Endersbach sind Marie Kuhnle und Ursula Kurz, Über 25 Jahre freuten sich Petra Lindemann und Walter Lindemann. Rolf Kleppe gehört dem HOE 40 Jahre an, Anita Bucher, Gerlinde Holzwarth und Bärbel Schwegler sind bereits 50 Jahre im Verein. 60 Jahre Orchester Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde in Abwesenheit Elisabeth Schwegler geehrt. Vom DHV mit Urkunde und Nadel wurde für zehn Jahre Marie Kuhnle geehrt. Gerlinde Holzwarth und Bärbel Schwegler spielen schon seit 50 Jahren Akkordeon und durften hierfür Urkunde und Nadel in Empfang nehmen.
Neues vom Vereinsheim berichtete Rolf Kleppe. So werden ab 1. April die beiden Vereine Musikverein Endersbach und das Harmonika-Orchester Endersbach das Vereinsheim mit einem Gewerbemietvertrag von der Stadt übernehmen. „Die Brandschutzmaßnahmen sind abgeschlossen, es gibt aber noch einige Dinge zu bereinigen”, heißt es in der Pressemitteilung.

2015 Mitgliederversammlung

Waiblinger Kreiszeitung, Februar 2015

Jahrzehnte am Akkordeon

Harmonika-Orchester Endersbach ehrt verdiente Mitglieder

Weinstadt-Endersbach
Bei der Versammlung des Harmonika-Orchesters Endersbach (HOE) sind verdiente Mitglieder geehrt worden.
40 Mitglieder des Harmonika-Orchesters Endersbach besuchten die Mitglieder-versammlung, die durch das Akkordeon-Ensemble musikalisch eröffnet wurde. Im Mittelpunkt der Versammlung im Endersbacher Rössle standen Ehrungen für langjährige Vereinsmitglieder. Für zehn Jahre Mitgliedschaft erhielten Helmut Goll und Alexandra Wengert eine Anstecknadel mit Urkunde. Hans Ulrich Margraf wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Margit Siegle und Klaus Wilhelm wurden für 40-jährige Treue zum Harmonika-Orchester außer der Ehrennadel und der Urkunde noch ein Geschenk überreicht. Ein halbes Jahrhundert mit dem Harmonika-Orchester Endersbach verbunden und dafür geehrt wurden Erika Grübel und Hans Katz. Vom Deutschen Harmonika-Verband (DHV) als aktive Spielerin für zehn Jahre ausgezeichnet wurde Alexandra Wengert. Rita Beyer, Helmut Goll, Ingrid Lenz und Wolfgang Viel erhielten die Ehrennadel für 20 Jahre AKkordeonspielen, Margit Siegle wurde für 40 Jahre aktives Akkordeonspielen geehrt.
Die Dirigenten Edmund Holzwarth und Angela Hausenbiegl berichteten über die musikalischen Höhepuntke des vergangenen Jahres, dessen Höhepunkt das Jubiläumskonzert „80 Jahre HOE” für eine voll besetzte Jahnhalle gesorgt hatte. Für dieses Jahr sind ein musikalischer Nachmittag im Charlottenhof Esslingen, die Mitwirkung bei dem Gottesdienst „Kirche im Grünen” sowie eine Matinee im Oktober im Stiftskeller geplant.
Erfreulich ist der Zuwachs an Melodika- und Akkordeonschülern. Auf die Werbeaktion im vergangenen Jahr „… an die Tasten fertig los” haben sich sechs interessierte Erwachsene für das Akkordeonspiel gemeldet. Vorstands-mitglied Margit Siegle berichtete über ein lebhaftes und abwechslungsreiches Vereinsleben auch außerhalb der Musik. Eine solide Finanzlage und tadellose Buchführung bestätigten die Kassenprüfer und somit wurde der gesamte Vorstand einstimmig entlastet.
Die Vorstandmitglieder Margit Siegle und Günter Hausenbiegl wurden einstimmig für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt. Die Ausschussmitglieder Gerlinde Holzwarth, Rolf Kleppe, Renate Margraf und Ingeborg Schenk wurden ebenfalls einstimmig für zwei weitere Jahre gewählt. Neuzugänge für den Ausschuss sowie für den Vorstand gab es keine. Hans Ulrich Margraf wurde als Kassenprüfer wieder einstimmig gewählt. Weitere Mitspieler gesuchtDas Harmonika-Orchester Endersbach würde sich über weitere Akkordeonspieler freuen. Interessierte können sich gerne bei Günter Hausenbiegl unter Tel. 07151/68786 informieren.

Diana Nägele in der Waiblinger Kreiszeitung, 6. Juni 2014

2014 Start nach den Ferien

Harmonika-Orchester Endersbach peilt neue Zielgruppe an / Unterricht soll im September beginnen

Erwachsene Anfänger gesucht

Weinstadt-Endersbach
Es ist nicht nur ein Verein für Kinder und Jugendliche oder Erwachsene, die im Orchester spielen. Das Harmonika-Orchester Endersbach will nun auch Erwachsenen die Möglichkeit geben, ein Instrument zu erlernen. Nach den Sommerferien soll es losgehen und bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun, sagt Günter Hausenbiegl.
„Das Interesse ist da”, sagt Vorstandsmitglied Günter Hausenbiegl vom Harmonika-Orchester Endersbach. In den vergangenen Monaten haben sich bereits vier Erwachsene angemeldet, die seither den Akkordeon-Unterricht besuchen. Alle Interessenten sollen da abgeholt werden, wo sie sich mit ihrem Können befinden. Der Unterricht werde individuell gestaltet: je nach Wunsch entweder alleine, zu zweit oder zu dritt.
Dass dieser Bereich nun weiter ausgebaut werden soll, auf die Idee kam Hausenbiegl bei einem Orchestertreffen, im vergangenen Herbst, das die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände organisiert hatte und sich vor allem an Musiker richtete, die mehr als 60 Jahre alt sind. „Ein paar Beispiele haben aufhorchen lassen”, sagt Hausenbiegl. Das Senioren-Akkordeon-Orchester „Herzklopfen Trossingen” etwa besteht aus Musikern, die erst vor wenigen Jahren begonnen haben zu spielen, um nur ein Beispiel zu nennen. Im Endersbacher Verein beobachten die Vorstandsmitglieder, dass zwischen der Jugend und dem ersten Orchester eine immer größer werdende Lücke entsteht. „Ältere Menschen spielen bei den fidelen Oldies”, sagt Jörg Grundner, der ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins ist. Viele Jugendliche verlassen nach ihrem Schulabschluss den Verein, weil sie etwa für ihre Ausbildung wegziehen. „Wir denken vorausschauend”, so Grundner. Im Moment sei der Verein mit rund 160 Mitgliedern gut aufgestellt. Wie werde es aber in ein paar Jahren aussehen?
Primär werden demnach keine neuen Spieler für das Orchester gesucht, sind sich die beiden Herren einig. Vielmehr gelte es eine neue Gruppe zu etablieren. Wobei im Vordergrund der Unterricht steht und ein ferneres Ziel ein neues Orchester sei. Auf der anderen Seite biete der Verein seinen Mitgliedern auch einiges. Die Musiker treten bei Veranstaltungen auf, laden zu Konzerten, nehmen an Wettbewerben teil, organisieren Städtetouren wie etwa nach Augsburg oder Schwäbisch Hall, besuchen andere Vereine, um sich mit den Mitgliedern auszutauschen oder deren Heimat kennenzulernen. Alle zwei Jahre tritt der Verein als Veranstalter des Endersbacher Weinfests in Erscheinung, beim Krämermarkt betreuen Mitglieder einen Grillstand und dann ist da noch das Sommerfest. „Es gibt also viel zu erleben bei uns”, sagt Günter Hausenbiegl.

2012 Mitgliederversammlung

Starkes Interesse an der Musik / Ausbilder sind ausgelastet

Waiblinger Kreiszeitung, 1. März 2012

Keine Sorgen um den Nachwuchs

Weinstadt-Endersbach.
Das Interesse des Nachwuchses ist groß, die Ausbilder sind ausgelastet und eine neue Ausbildungsgruppe wurde eingerichtet. Das Handharmonikaorchester hat keine Nachwuchssorgen.
Bei der Hauptversammlung des Harmonikaorchesters herrschte Zufriedenheit über die Entwicklung im vergangenen Jahr. Dies zeigte sich laut Pressemitteilung des Vereins auch bei den Wahlen zum Vorstand. Helga Weber und Jörg Grundner wurden in ihren Ämtern bestätigt, ebenso die Ausschussmitglieder Birgit Johann, Birgit Schmidt, Ulrike Lenz und Günter Walter und Kassenprüfer Erwin Schurrer.
Das abgelaufene Vereinsjahr war geprägt von zwei Kirchenkonzerten, einem Herbstkonzert und der Teilnahme am Wertungsspiel in Mietingen. Beim Müllergassenfest wurde auch das 15-jährige Bestehen des Musikgartens mit Darbietungen der Kleinsten gefeiert. Die Mithilfe bei Veranstaltungen der befreundeten Musikvereine und dem Liederkranz-Gesangverein war selbstverständlich. Die Auftritte des Orchesters bei runden Geburtstagen waren mehr Freude als Pflicht für die Musiker.
Bei der Versammlung wurden zahlreiche Mitglieder für ihre lange Treue zum Harmonikaorchester geehrt. Seit 60 Jahren dabei ist Heidi Tauscher, 50 Jahre zum Harmonikaorchester gehört Walter Müller und seit 40 Jahren mit dabei sind Erich Entenmann und Angela Hausenbiegl. Eine Auszeichnung für 25-jährige Mitgliedschaft gab es für Hilde Beck, Günter Hausenbiegl, Birgit Schmidt und Hildegard Schmidt. Zehn Jahre dabei sind Waltraud Adler, Edgar Bäuerle, Jörg Grundner, Katrin Hausenbiegl, Stefan Hausenbiegl, Matthias Kuhnle, Corinna Margraf, Marion Minner, Rebecca Romer, Katarina Wengert und Julian Schatz.
Ehrungen des Deutschen Harmonika-Verbandes gab es in der Versammlung für die Spieler Heidi Tauscher (60 Jahre), Angela Hausenbiegl (40 Jahre), Ulrike Lenz (30 Jahre), Katrin Hausenbiegl (10 Jahre).
Vom Harmonika-Verband für ihr langjähriges soziales Engagement geehrt wurden Margit Siegle (20 Jahre) und Jörg Grundner (10 Jahre).

2010 Mitgliederversammlung

Das Harmonika-Orchester Endersbach kann sich über mangelnde Schüler nicht beklagen

Waiblinger Kreiszeitung, 13. März 2010

Fidele Oldies und junge Tastenflitzer

Weinstadt-Endersbach.
Gute Zukunftsaussichten beim Harmonika-Orchester Endersbach: Sage und schreibe 60 junge Akkordeon- und Melodikaschüler zählt der Verein. Sorge bereitet allerdings das weitere Schicksal des Vereinsheims.
Das abgelaufene Jahr 2009 war laut Bericht bei der Hauptversammlung diese Woche geprägt vom 75-Jahr-Jubiläum. Es begann mit einem Jubiläumskonzert, bei dem alle drei Orchestergruppierungen zum Gelingen beitrugen. Der Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten wurde mit einem Familienfest und ökumenischem Gottesdienst gefeiert. Hier überbrachten befreundete Akkordeonorchester aus Ebersbach und Michelbach ihre musikalischen Glückwünsche.
Das neu ins Leben gerufene Müllergassenfest, das gemeinsam mit dem Albverein und dem CVJM veranstaltet wurde, sei von der Bevölkerung erfreulich gut angenommen worden, resümiert der Verein im Rückblick. Es war als Ersatz für das frühere Straßenfest entstanden.

Alle Amtsträger wiedergewählt
Dank des Engagements von Angela Hausenbiegl, die nicht nur die „Fidelen Oldies” dirigiert, ist das Interesse am Akkordeon auch beim Nachwuchs gestiegen. So gibt es neben dem Musikgarten mit rund 140 Kindern eine Musik-AG an den Grundschulen in Endersbach und Beutelsbach und etwa 60 Akkordeon- und Melodikaschüler. Auch das Jugendorchester, die „Tastenflitzer”, unterhalten ihr Publikum virtuos. „Sorgen bereitet das Vereinsheim, das auf dem Prüfstand der Stadt steht und wahrscheinlich veräußert werden soll”, so das Harmonika-Orchester weiter. Ein Ersatz dafür ist in der Diskussion, aber noch keine Lösung in Sicht.
Bei der Mitgliederversammlung wurden jetzt Ulrike Lenz, Birgit Johann, Birgit Schwegler und Günter Walter als Ausschussmitglieder bestätigt. Auch das zur Wiederwahl stehende Vorstandsmitglied Helga Weber wurde einstimmig für ein weiteres Jahr wiedergewählt. Der Bericht von Helga Weber über die finanzielle Lage des Vereins zeugt von einer soliden Haushaltsführung, so dass die Kassenprüfer keinerlei Beanstandungen finden konnten.
Die Mitgliederzahlen sind von 165 auf 170 gestiegen. Bei der diesjährigen Mitglie-derversammlung konnten insgesamt 600 Jahre Mitgliedschaften geehrt werden. Für 15 Jahre wurden Kurt Berner, Rita Beyer, Ingrid Lenz und Wolfgang Viel geehrt, 25 Jahre beim HOE sind August Maier und Melanie Schmidt. Für 40 Jahre HOE erhielten Christa Lenz, Renate Margraf, Albrecht Rühle, Martin Schnaithmann und Werner Schwerdt eine Urkunde. Manfred Auch ist bereits 50 Jahre beim HOE Mitglied und 60 Jahre sind Gerhard Schäfer, Eberhard Schwegler, Artur Walter und Dieter Wiedenmann dabei. Die DHV-Verbandsehrung für aktive Spieler erhielten Eberhard Schwegler und Artur Walter für 60 Jahre, Renate Margraf, Albrecht Rühle und Martin Schnaithmann für 40 Jahre aktives Akkordeonspielen.

2009 Mitgliederversammlung

Nadine Hilber in der Waiblinger Kreiszeitung, März 2009

Harmonika-Orchester wird 75

Weinstadt-Endersbach
Das Harmonika-Orchester Endersbach ist unter seinesgleichen ein betagter Zeitgenosse. 75 Jahre ist es alt. Ein beeindruckendes Jubiläum – entstanden doch laut Vorstand Günter Hausenbiegl die ersten Harmonika-Orchester in Deutschland erst Anfang der 30er Jahre. Mit Geburtsjahr 1934 ist der Verein also ein Alterchen. Aber keines mit Zipperlein und Gebrechen, sondern ein erfahrener Haudegen, was hochwertiges, konzertantes Akkordeonspiel angeht.
Quetschkommode, Schifferklavier. Wer dem Vorstand des Harmonika-Orchesters die Nackenhaare sträuben will, nennt das Instrument so. „Darauf reagieren wir allergisch”, so Günter Hausenbiegl. Er ist als Vorstandsmitglied ständig auf der Suche nach Musiklehrern und hält nach eigenem Bekunden „den Laden am Laufen”. Quetschkommode – das klingt für ihn so nach Kirmesmusik. Und Kirmes-musiker wollen die Harmonika-Spieler nicht sein. Sind sie auch nicht. Bei Wettbewerben treten sie den Beweis gehobener Qualität an. Hausenbiegl: „Lokal erreichen wir immer das Prädikat hervorragend”. Erst im vergangenen September hat der Verein den „Großen Pokal der Stadt Schwäbisch Gmünd” nach Endersbach geholt.

Leistung auf internationalem Niveau
Auch international müssen sich die Orchester-mitglieder nicht verstecken. Die Schweizer Jury fand das Spiel meist vorzüglich, die Österreicher nannten es ausgezeichnet. Frankreich und Irland sind den Musikern ebenfalls Wettbewerbsreisen wert und meistens sind auch noch ein paar entspannende Urlaubs- und Ausflugstage drin.
Margit Siegle, auch im Vorstand des Harmonika-Orchesters Endersbach (HOE) und für die Mitgliederbetreuung zuständig, erinnert sich an die Auftritte in Tipperary. „1995 haben wir die Iren eingeladen. Sie haben hier in unseren Familien gelebt und 1996 haben wir den Gegenbesuch gestartet”. Das sei schon einmalig gewesen. Beeindruckend auch die Veranstaltungen in Innsbruck. „Ich erinnere mich an 1989 im Bergisel-Stadion”. Wo sonst die Ski-Profis zum Sprung ansetzen, wurden die Sieger des österreichischen Harmonika-Wettbewerbes gekürt. „Schon der Marsch ins Stadion war der Hammer”. Der Weg steil und lang, das Gebirgspanorama zu allen Seiten. Am Wettbewerb selbst nehmen 10 000 Musiker teil, die in 350 Gruppen um eine Platzierung ringen. Deutsche, Schweizer, Österreicher natürlich, Japaner, Italiener, Amerikaner, Dänen, Russen, Engländer. „Ein Großereignis”. Heute finden die Sieger-ehrungen zum Wettbewerb in der neuen Olympiahalle statt. Nächster Innsbruck-termin: 2010. „Das HOE hats im Hinterkopf”.
Eberhard Schwegler ist HOE-Urgestein, seit 1950 ist er Vereinsmitglied. Er erinnert sich: „Damals waren solche Vereinsausflüge etwas ganz Besonderes. Selbst konnte man ja gar nicht in den Urlaub fahren und schon gar nicht so weit fort”. Das Geld war knapp. Wenn der Verein mit dem Bus ins Umland gefahren ist, war der rappelvoll. Jeder wollte mit. Heute gebe es fürs Ziel Österreich nur noch ein müdes Lächeln. Aber an Spielqualität lässt der Verein nicht nach.
Das ist vielleicht mit ein Grund für den Nachwuchserfolg, den das HOE verzeichnet. Natürlich arbeiten die Verantwortlichen auch daran, dass schon für die Jüngsten Töne, Rhythmen und Musik zugänglich und interessant werden. Aus dem Musikgarten, den es seit 1996 gibt, rekrutiert das Orchester seinen Nachwuchs.
Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre sah´s noch echt mies aus. Das Akkordeon war out. Das Keyboard stand jetzt bei Kindern hoch im Kurs. Immer mehr sportliche Angebote und eine Fülle von Musikvereinen machten dem HOE Konkurrenz. Jörg Grundner ist Schrift-führer und Pressewart des Vereins, sorgt bei Konzerten für die Verpflegung von Musikern und Publikum. Er meint: Die Delle in der Altersstruktur spüre man heute noch. „Wir haben unter 18 Jahren viele Spieler – und dann die über 40-Jährigen. Aber wer Ende der 80er Jahre nicht zu uns gefunden hat, der kommt auch als Erwachsener nicht mehr”.
Mitte der 90er wird das HOE aktiv, will mit dem Musikgarten den Nachwuchsmangel ausgleichen. Zur Jahrtausendwende hatten wir es geschafft, sagt Hausenbiegl stolz. Da seien dann die ersten Musikgarten-Kinder in die Akkordeon-Ausbildung und danach ins Orchester gegangen. Heute ist der Verein einer der wenigen, der keinen Nachwuchsmangel beklagen muss.
Also kann auch im Jubiläumsjahr gefeiert werden. Festerprobt ist der Verein durch Wein- und Straßenfest im jährlichen Wechsel. Auch hier gibt der Erfolg den Mitgliedern recht. Siegle: „Unter anderem über die Festeinnahmen finanziert sich der Verein”.

Das erste Instrument

teil, die in 350 Gruppen um eine Platzierung ringen. Deutsche, Schweizer, Österreicher natürlich, Japaner, Italiener, Amerikaner, Dänen, Russen, Engländer. „Ein Großereignis”. Heute finden die Sieger-ehrungen zum Wettbewerb in der neuen Olympiahalle statt. Nächster Innsbruck-termin: 2010. „Das HOE hats im Hinterkopf”.
Eberhard Schwegler ist HOE-Urgestein, seit 1950 ist er Vereinsmitglied. Er erinnert sich: „Damals waren solche Vereinsausflüge etwas ganz Besonderes. Selbst konnte man ja gar nicht in den Urlaub fahren und schon gar nicht so weit fort”. Das Geld war knapp. Wenn der Verein mit dem Bus ins Umland gefahren ist, war der rappelvoll. Jeder wollte mit. Heute gebe es fürs Ziel Österreich nur noch ein müdes Lächeln. Aber an Spielqualität lässt der Verein nicht nach.
Das ist vielleicht mit ein Grund für den Nachwuchserfolg, den das HOE verzeichnet. Natürlich arbeiten die Verantwortlichen auch daran, dass schon für die Jüngsten Töne, Rhythmen und Musik zugänglich und interessant werden. Aus dem Musikgarten, den es seit 1996 gibt, rekrutiert das Orchester seinen Nachwuchs.
Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre sah´s noch echt mies aus. Das Akkordeon war out. Das Keyboard stand jetzt bei Kindern hoch im Kurs. Immer mehr sportliche Angebote und eine Fülle von Musikvereinen machten dem HOE Konkurrenz. Jörg Grundner ist Schrift-führer und Pressewart des Vereins, sorgt bei Konzerten für die Verpflegung von Musikern und Publikum. Er meint: Die Delle in der Altersstruktur spüre man heute noch. „Wir haben unter 18 Jahren viele Spieler – und dann die über 40-Jährigen. Aber wer Ende der 80er Jahre nicht zu uns gefunden hat, der kommt auch als Erwachsener nicht mehr”.
Mitte der 90er wird das HOE aktiv, will mit dem Musikgarten den Nachwuchsmangel ausgleichen. Zur Jahrtausendwende hatten wir es geschafft, sagt Hausenbiegl stolz. Da seien dann die ersten Musikgarten-Kinder in die Akkordeon-Ausbildung und danach ins Orchester gegangen. Heute ist der Verein einer der wenigen, der keinen Nachwuchsmangel beklagen muss.
Also kann auch im Jubiläumsjahr gefeiert werden. Festerprobt ist der Verein durch Wein- und Straßenfest im jährlichen Wechsel. Auch hier gibt der Erfolg den Mitgliedern recht. Siegle: „Unter anderem über die Festeinnahmen finanziert sich der Verein”. den Musiker in sein Orchester auf. Walters Söhne spielen heute übrigens mit Eberhard Schwegler bei den Fidelen Oldies.
Das erste eigene Instrument hat übrigens 295 D-Mark gekostet. Das weiß Schwegler noch genau. Eine schmerzhaft hohe Summe. „Andere investierten lieber in Fahrräder oder Mopeds”. Heute liegt der Preis für ein Akkordeon zwischen 5 000 und 40 000 Euro – für ein exzellentes Soloinstrument.
„Einmal ist mir eine Morino angeboten worden”, sagt Schwegler. Morino ist in der Harmonika-Welt ein Markenname für ein besonders hochwertiges Instrument. Kenner kriegen dabei Schnappatmung. „Mich sprach ein Mann an, der sie für 800 Mark verkaufen wollte”. Der Arme wollte sich vom Geld ein Schlafzimmer für seine Ehe leisten. Schwegler selbst war schon verheiratet. Seine Frau hat ihm auch geraten, das Instrument zu kaufen. Aber Schwegler, ganz Remstal-Schwabe: „Ich habe Nein gesagt. So locker hatten wir das Geld nicht. Ich habe lieber einen Wengert gekauft”. Jahre später hat der Wengerter seine Entscheidung doch bedauert: „Ich hätt´ mir schier den Arm ausgerissen”.
Alfred Cogo, damals zweiter Dirigent im Verein, konnte die 800 Mark entbehren. „Er hat das Instrument für seine Tochter Inge gekauft. Da ist es in guten Händen”. Noch heute spielt Inge Cogo bei den Fidelen Oldies auf der Morino.

Lexikon

  • Kleines Lehrstück durch den Instrumenten-Dschungel: ein Akkordeon ist ein chromatisches Instrument. Es ist gleichtönig. Beim Zusammendrücken und Ziehen entsteht der gleiche Ton. Ein Akkordeon hat Knöpfe oder Tasten.
  • Eine Handharmonika ist dagegen ein diatonisches Instrument. Sie ist wechseltönig. Beim Zusammendrücken und Ziehen macht sie unterschiedliche Töne. Sie hat Knöpfe statt Tasten. früher, also mit der Gründung 1934, hieß der Verein Handharmonika-Club Endersbach im Remstal. Zum 25-Jahr-Jubiläum benannten sich die Mitglieder um in Harmonika-Orchester Endersbach.

2006 Musikgarten 10 Jahre

Seit zehn Jahren gibt’s den Musikgarten des Harmonika-Orchesters Endersbach /
Morgen wird Jubiläum gefeiert

Jutta Pöschko in der Waiblinger Kreiszeitung, 10. Oktober 2006

Freude an der Musik, Spaß in der Gruppe

Weinstadt-Endersbach.
Die CD statt des Schlafliedes, die Cassette statt Hoppe hoppe Reiter: Selber singen ist gar nicht mehr so selbstverständlich in Zeiten, in denen sich viele Mütter und Väter für völlig unmusikalisch halten oder keine Liedtexte mehr kennen.. Vor zehn Jahren hat Angela Hausenbiegl vom Harmonika-Orchester deshalb den „Musikgarten” ins Leben gerufen. Am Mittwoch wird Jubiläum gefeiert.
„Wir wollen alle singen”, schallt es fröhlich aus dem Vereinsheim neben der Jahnhalle. Dort singen und summen die eineinhalb- bis dreijährigen Musikgarten-kinder gerade ihr Begrüßungslied. Dieses ist Woche für Woche dasselbe und wirkt sozusagen identitäts-stiftend auf die Sänger. Danach gibt’s das Echospiel. Dabei wird geklopft, geklatscht und getrommelt – immer im Takt, den die Lehrerin vorgibt. Das schult das Gefühl für Rhythmik.

Selbst Babys finden einen Platz im Musikgarten
„Jedes Kind ist musikalisch”, ist Angela Hausenbiegl überzeugt. „Aber man muss den Kindern was anbieten, dass sie diese Musikalität auch anwenden.” Die Mutter zweier Kinder ist ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin für Musik und Mathe, Akkordeonlehrerin und Dirigentin. Bei einem Fortbildungsseminar in Trossingen hatte sie das Konzept des Musikgartens kennen gelernt und 1996 im Harmonika-Orchester Endersbach den Musikgarten gegründet. Mittlerweile sind aus den beiden ersten ganze 14 Gruppen geworden. Das bedeutet: Rund 140 Kinder zwischen sechs Monaten und sechs Jahren treffen sich einmal in der Woche, um miteinander zu singen, zu spielen und zu tanzen. Schon für die „Gruppe Null” des Musikgartens, in der Kinder von sechs bis 18 Monaten zusammen mit ihren Müttern singen, Wiegenlieder summen, Finger- und Kniereiterspiele machen, gibt es eine Warteliste. Neben Liedern lernen die Kinder aber auch, genau auf die Stille zu lauschen: „Man hört leisen Geräuschen zu wie Wassertropfen oder dem Rhythmus eines Werkzeugs”, erklärt die Lehrerin. „Das schult das Gehör.”
Rhythmus, Freude an der Musik und Spaß in der Gruppe soll der Musikgarten bringen – und nebenher dem Harmonika-Orchester den Nachwuchs sichern. Beide Ziele, das belegen die Zahlen, sind aufgegangen. „Wir haben einen Zulauf wie noch nie”, sagt Angela Hausenbiegl. Nach der Musikgartenzeit bleiben dem Verein viele Kinder erhalten, lernen erst Melodica und später Akkordeon.
Zehn Jahre Musikgarten. Das ist eine zehnjährige Erfolgsgeschichte. Nachlassen in seinem Bemühen, die Kinder an die Musik heranzuführen und neue Mitglieder zu gewinnen, will das HOE noch lange nicht. „Man muss dranbleiben”, ist Angela Hausenbiegl überzeugt. „Wenn man stehen bleibt, geht man rückwärts.”

2004 E. Holzwarth 30 Jahre Dirigent

Die Chemie stimmt: Seit 30 Jahren ist Edmund Holzwarth Dirigent
des Harmonikaorchesters Endersbach

Andreas Kölbl in der Waiblinger Kreiszeitung, Dezember 2004

Als Neunjähriger erste Harmonika entdeckt

Weinstadt-Endersbach.
„Ob’s ein Verdienst ist, weiß ich nicht”, sagt Edmund Holzwarth. Als alltäglich gilt’s in Musikerkreisen jedenfalls nicht, was er mit 51 Jahren schon geschafft hat, und dem Deutschen Harmonikaverband war’s die Goldene Dirigentennadel wert: Seit 30 Jahren leitet er das Harmonika-Orchester Endersbach.

Etliche Musik- und Gesangvereine wechseln alle paar Jahre Ihre Dirigenten. Sei’s, dass die Chemie zwischen Chef und Orchester respektive Chor nicht stimmt. Sei´s, dass es den musikalischen Leiter aus beruflichen, familiären oder künstlerischen Gründen von dannen zieht. Edmund Holzwarth aber ist immer am Ball geblieben, seit 1974. Außer den Endersbachern dirigiert er auch noch das Akkordeonorchester in Ebersbach an der Fils, wo er aufgewachsen ist.
Neun Jahre alt war Edmund Holzwarth, als er auf dem Dachboden seines Elternhauses eine Handharmonika entdeckte. Seine ältere Schwester hatte einst angefangen, darauf zu spielen, und es dann doch wieder aufgegeben. Der Junge aber wollte nicht davon lassen, wollte unbedingt das Instrument lernen – und bekam Privatunterricht bei Eugen Hohnecker, der über viele Jahre sein Lehrer sein sollte.
Mit 21 Jahren übernahm der Lehramtsstudent das Harmonika-Orchester Endersbach, bewarb sich wegen dieser Tätigkeit später auch für eine Schule vor Ort: Bis zu den letzten Sommerferien unterrichtete er an der Erich-Kästner-Schule und wechselte dann als Konrektor an die Wolfgang-Zacher-Schule in Waiblingen. Mit dem Harmonika-Orchester Endersbach verbinden Edmund Holzwarth längst auch familiäre Bande: Sein Schwiegervater Albert Rühle ist Ehrenmitglied des HOE.
Im Laufe der Jahre als Dirigent hat. der Pädagoge offenbar das rechte Maß gefunden, er über- und unterfordert sein Orchester nicht. Zum einen fordert er Disziplin. Denn „laisser-faire ist Gift” – sowohl in der Musik wie in der Schule. Zum anderen ist er sich bewusst, „dass wir nicht die Stuttgarter Philharmoniker sind”. Sondern Menschen, die
unterschiedlichen Berufen nachgehen und in ihrer Freizeit aus Freude an der Musik Akkordeon spielen. Was seine Ansprüche ans erste Orchester anbelangt, heißt die Devise deshalb: „Immer an der Oberkante, und manchmal darüber hinaus”. Aber nicht zu weit und nicht auf Dauer. Verdruss wäre sonst die natürliche Folge. Und wenn der Dirigent zuweilen doch etwas ungehalten oder ungeduldig wird, dann wissen seine Musiker damit umzugehen. Man kennt sich schließlich seit Jahren.
„Das Publikum”, sagt Edmund Holzwarth, „ist natürlich ein Faktor.” Aber halt nicht der einzige. Wertungsspiele beim Verband bringen das Orchester voran, denn dort ist Qualität gefragt – wovon letztlich auch das Publikum profitiert. So gibt das HOE bei Konzerten gerne Anspruchsvolles zum Besten, wie neulich die „Suite” von Hans Joseph Wedig.
Jacobi, Hippe, Dobler und besagter Wedig, solche Originalkompositionen fürs Akkordeon schätzt der Dirigent besonders, hört sie auch zu Hause gerne. Oder Wagner-Opern. Für Volksmusik hat Edmund Holzwarth auch einiges übrig, „wenn sie echt ist”, wie beispielsweise die „Biermösl Blosn”. Volkstümliche Musik, die ins Schlagerhafte tendiert, diese „grinsenden Bubis” in ihrer Glitzerwelt, sind jedoch nicht sein Ding. Bei Konzerten vor Ort hört er sich an, was die Akkordeonorchester der näheren Umgebung draufhaben. Wobei sich durch Begriffe keiner in die Irre führen lassen sollte, betont Holzwarth: Handharmonika, obwohl sich viele Vereine so nennen, wird in ersten Orchestern wenig gespielt. Die Handharmonika, das im Vergleich zum Akkordeon einfachere Instrument war zur Gründungszeit dieser Clubs noch stärker verbreitet als heute. Die Vereinsnamen blieben, aber die Handharmonika wich weitgehend dem Akkordeon.
Auch nach 30 Jahren als Dirigent stellt Edmund Holzwarth sich selbst und seine Musiker mit Freude vor neue Aufgaben: 2005 will er die beiden Orchester aus Ebersbach und Endersbach für ein Konzert mit 40 Akkordeons zusammenführen.

2002 Musikgarten

Musik von Kindesbeinen an – Der Musikgarten

Julia Rudnitzki im Magazin „CU” (see you), Nummer 7, November 2002

Familie Live

Carla mag am liebsten „Ich lieb den Sonnenschein…”, Jonathan bevorzugt „die Werkstatt” und Frederik steht am meisten auf das rhythmische „ding dong diggi diggi dong”. Alle aber haben sie eines gemeinsam: den Spaß an der Musik, am Singen und an den Bewegungsspielen im Musikgarten. Den meisten Eltern begegnet er zum ersten Mal, wenn sie sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Schützlinge fördern bzw. über das tägliche Spielprogamm hinaus unterhalten sollen. Für die eher Sportlichen gibt es seit jeher ein umfangreiches Angebot in den hiesigen Sportvereinen; aber auch die eher musisch veranlagten bzw. interessierten Eltern und Kinder kommen dank des Musikgartens ganz auf ihre Kosten. Die Geschichte des Musikgartens
Die Idee des „Musikgarten” kommt ursprünglich aus den USA. Hier hat eine Frau namens Lorna Lutz-Heyge den Bedarf an musikalischer Früherziehung erkannt. Sie stellte eines Tages fest, dass es um das Liedrepertoire der Kleinen schlecht bestellt ist. Schlimmer noch: indem es sich auf einige wenige bekannte Kinderlieder beschränkte, verkümmerte die Musik geradezu. Sie kam daher auf die Idee, Kurse mit einem umfangreichen und bunten Programm für Kinder und ihre Eltern anzubieten – und schon war die Idee des „Musikgarten” geboren. Kerngedanke dabei ist, dass in der Familie wieder aktiv musiziert und gesungen werden soll. Denn Musik fördert die altersgerechte Entwicklung der Kinder.

Der Endersbacher Musikgarten

Ganz nach dem Vorbild der US-Amerikanerin ist Angela Hausenbiegl verfahren. Selbst seit früher Kindheit mit der Musik aufgewachsen, hat sie den Bedarf an musikalischer Frühförderung auch in Weinstadt gesehen und vor sechseinhalb Jahren den Musikgarten in Endersbach gegründet.
Beheimatet ist der Musikgarten in den Räumlichkeiten des Vereins „HOE Harmonika-Orchester Endersbach e.V.” an der Jahnhalle. Hier erfreut er sich einer starken Nachfrage. „Anfangs hatten wir schon so unsere Schwierigkeiten, die Idee unter die Leute zu bringen”, erinnert sich die zweifache Mutter an die „Gründungszeit”. „Erstaunlicherweise sind wir auch bei den Vereinsinternen auf Skepsis gestoßen.” Dies sei aber inzwischen längst verflogen, nachdem das Angebot so gut angenommen wird, dass der Musikgarten inzwischen, rein räumlich gesehen, an seine Grenzen stößt. „Über mangelnde Nachfrage können wir uns wirklich nicht beschweren. Die Kurse sind immer voll und wir haben in allen drei Stufen lange Wartelisten”, erzählt die Musikpädagogin. Vier qualifizierte Kräfte mit pädagogischer und musikalischer Vorbildung unterrichten inzwischen die rund 120 musikbegeisterten Zöglinge in insgesamt 11 Gruppen.

Der Sinn und Zweck

Im Mittelpunkt der Kurse steht in erster Linie der Spaß an der Musik. Vor allem aber soll kein Druck erzeugt werden, denn falscher Ehrgeiz von den Eltern zahlt sich am Ende meist nicht aus. „Wir wollen mit unserer Arbeit den Nachwuchs fördern,” erklärt Angela Hausenbiegl. ”Natürlich in erster Linie für das Akkordeon, für das wir damit Aufklärungsarbeit betreiben.” Denn dieses habe viele Facetten. Wer dieses Instrument mit dem Synonym Schifferklavier versieht, der irrt gewaltig, denn entgegen der landläufigen Meinung kann man damit weit mehr spielen als nur Seemannsmusik. Das umfangreiche Repertoire reicht auch hier von Popmusik bis hin zu Kirchenkonzerten; und die entsprechende Begleitung durch Keyboard, Bass und Schlagzeug garantieren Musikgenuss pur.

Spaß in drei Stufen

Im Musikgarten geht es hauptsächlich darum, mit Spaß und Freude die Musikalität zu fördern. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie selbst die Allerkleinsten schon auf Rhythmen und Klänge reagieren,” berichtet die 39-Jährige. In den ersten Stunden sind die Kinder oft noch zurückhaltend und auf sich selbst und die Mutter fixiert; nach und nach jedoch nehmen sie immer mehr auf und machen mit Begeisterung mit.
Der Musikgarten in Endersbach ist in drei Stufen unterteilt. Die Inhalte sind dabei ähnlich, nur eben auf die jeweilige Altersstufe abgestimmt. „Bei den ganz Kleinen von eineinhalb bis etwa drei Jahren spielt vor allem die Bewegung eine große Rolle”, weiß Angela Hausenbiegl aus Erfahrung. „Sie können sich noch nicht so gut und so lange auf eine Sache konzentrieren, so dass sie auf den permanenten Wechsel zwischen Aktion, Zuhören und Ruhephase angewiesen sind.” Zur besseren Orientierung sind die Stunden deshalb auch auf Ritualen aufgebaut: Nach einer gesungenen Begrüßungsrunde folgen verschiedene Sing- und Musikspiele. Wenn die Kleinen lange genug im Kreis gesessen sind, werden Tanzspiele mit Tüchern, Reifen oder Ähnlichem gemacht. Für eine kurze, meist willkommene Ruhepause sorgt ein Wiegenlied, bei dem die Kinder mit Mama (Papa, Opa oder Oma) schmusen dürfen oder sich einfach ausruhen können. Den Abschluss der Stunde bildet ebenfalls immer der gleiche, bekannte Vers.

Zunehmende Komplexität

In den zwei folgenden Stufen und mit zunehmendem Alter werden die Inhalte immer komplexer und die Instrumente anspruchsvoller. Inzwischen verfügen die Kinder über ein ausgeprägteres Konzentrationsvermögen, so dass beispielsweise Klanggeschichten einen wichtigeren Part einnehmen als bisher. Außerdem wird nun mit melodischen Dreiklängen experimentiert, und auch die so genannten Echospiele werden schwieriger.
Normalerweise endet der Musikgarten mit der zweiten Stufe. Nicht so in Endersbach bei Angela Hausenbiegl. Sie hat für die dritte Stufe ihr eigenes Lehrbuch geschrieben. Zweieinhalb Jahre war sie dazu auf Materialsuche. Bis heute erweitert sie ihre Kenntnisse anhand von Fortbildungen und Seminaren – unter anderem auch bei der Musikgarten-Begründerin Lorna Lutz-Heyge – und „spinnt so den Faden des Musikgartens weiter.”

Weiterentwicklung des Musikgarten- Konzepts

Ab etwa vier Jahren kommen die Kinder alleine ohne Elternteil in den Musikgarten. Nur in Zuschaustunden können sie ihren stolzen Eltern zeigen, was sie gelernt haben. Und das ist einiges, denn inzwischen sind sie in der Lage, ganze Lieder zu begleiten: Über farbige Symbole können die Kinder optisch unterscheiden und wissen, wann sie ihren Einsatz haben. Immermehr Instrumente kommen dazu, wobei die Kinder deren Namen und Handhabung kennen lernen. „In dieser Stufe lernen die Kindernach und nach alle Instrumentengruppen kennen – vom Streich- über das Blas- bis hin zum Tasteninstrument – und lernen, sie richtig herauszuhören”, so Angela Hausenbiegl. Das Programm bleibt nach wie vor abwechslungsreich: Tänze werden durch entsprechende Schritt-kombinationen angereichert und auch englische Lieder kommen jetzt verstärkt zum Einsatz, damit die Kinder schon früh auf spielerische Art und Weise mit einer Fremdsprache konfrontiert werden.

Musik als Kapital fürs Leben

Vielleicht ist der eine oder andere skeptisch gegenüber der frühen Musikerziehung. Studien haben aber gezeigt, dass Musik und Musizieren die Lebensqualität und Lebensfreude der Kinder bereichern. Und das gilt für ganz unterschiedliche Lebensbereiche. So fördert die Musikerziehung neben der sozialen Kompetenz auch die Intelligenz, die Konzentration und viele andere Eigenschaften, die im Leben eine große Rolle spielen. Der Musikgarten soll als Einstieg verstanden werden, um bei den Kindern schon früh das Interesse an Musik zu wecken und einen Grundstein zu legen. „Ich selbst habe festgestellt, dass die meisten Kinder, die musikalisch früh gefördert wurden, auch ein Instrument lernen wollen”, weiß die Musikgarten-Leiterin aus ihrer eigenen Erfahrung. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchem Instrument die Kinder beginnen. Beliebte Einsteiger-Instrumente sind nach wie vor die C-Flöte, und immer beliebter die Melodika. „Mit einem Tasteninstrument fällt das Spielen manchen Kindern etwas leichter, da es für die kleinen Finger geeigneter ist”, erklärt sie und das klingt einleuchtend. Melodika wie Blockflöte dienen in erster Linie dazu, Grundlagen zu erlernen. Später kann jeder auf ein Instrument seiner Wahl umsteigen.

2001 Musikgarten 5 Jahre

Seit fünf Jahren gibt’s den Musikgarten des HO Endersbach / Zehn Gruppen für ein- bis sechsjährige Kinder

Jutta Pöschko in der Waiblinger Kreiszeitung, Juli 2001

Rhythmus, Musik und Kaulquappen im Teich

Weinstadt.
Das Radio spielt, die Cassette dudelt, die CD trällert: Musik gehört in den meisten Familien zum Alltag. Hausmusik, bei der die Eltern mit den Kindern singen und musizieren, ist jedoch selten geworden. Dagegen setzt Angela Hausenbiegl vom HO Endersbach seit fünf Jahren den „Musikgarten”, in dem Eineinhalb- bis Sechsjährige mit oder ohne Mütter Musik machen.

Draußen scheint die Sonne – 30 Grad Minimum – doch dem Elan im Vereinsheim des Harmonika-Orchesters Endersbach über dem Brunnenstüble tut die Hitze keinen Abbruch. Acht Mütter sind an diesem Nachmittag mit dem musikalischen Nachwuchs inklusive Krabbel-Geschwistern zusammengekommen. Zum Singen, Klatschen, Stampfen und Tanzen, aber auch zum Lauschen und Zuhören. Es geht darum, ein Gefühl für Rhythmus und Musik zu bekommen, aber auch einfach darum, miteinander Spaß zu haben.
„Singen und Musizieren ist Mangelware geworden”, hat die Musiklehrerin und zweifache Mutter Angela Hausenbiegl beobachtet. Vor fünf Jahren gründete sie deshalb den Musikgarten des HOE, in dem Ein- bis Dreijährige gemeinsam mit ihren Müttern spielerisch Musik machten. Das Konzept ist aufgegangen. Von zwei Gruppen ist der „Musikgarten” auf zehn Gruppen angewachsen, zwei Kolleginnen unterstützen Angela Hausenbiegl bei ihrer Arbeit. Denn mittlerweile gibt´s nicht nur Angebote für die Kleinen sondern auch für Drei- bis Vierjährige sowie für Vier- bis Sechsjährige, die dann ohne Begleitung kommen. Die Kinder können das ganze Jahr über ein- oder aussteigen. Ausnahme sind die Großen. Mit ihnen arbeitet Angela Hausenbiegl zielgerichteter, die Stunden bauen aufeinander auf.
An diesem Nachmittag wird zum Begrüßungslied wacker geklatscht und gestampft. Mit Hölzchen klopfen die Kinder und ihre Mamas den Takt, derweil ihre kleinen Geschwister die Hölzchen zweckentfremden und draufrumkauen. „Du die” und „Du da di”, sagt die Lehrerin vor und alle, Kinder wie Mütter, wiederholen die Silben. Das ist Rhythmussprache nach Gordon, klingt ein bisschen wie Loriots Jodeldiplom, schult aber das Gefühl für Rhythmus und scheint Spaß zu machen. Die Kinder klatschen dazu und bewegen sich im Takt.
Sommer ist´s – nicht nur draußen vor der Tür, sondern auch im Musikgarten. Tiere am Teich lernen die Kinder an diesem Nachmittag kennen, lauschen (mittels Hörbeispielen von der Cassette) dem Klappern der Störche, dem Schnattern der Gänse, dem Brummen der Fliegen und dem Quaken der Frösche, bewegen sich im Gänsemarsch durch den Saal, hüpfen wie die Frösche und lassen sich schwerelos wie die Kaulquappen im Teich treiben.
(I) Neue Kurse beginnen im September. Weitere Informationen zum Musikgarten des Harmonika-Orchesters Endersbach gibt´s bei Angela Hausenbiegl, Telefon 68786. Sie nimmt auch Anmeldungen entgegen.

2000 Mitgliederversammlung

Waiblinger Kreiszeitung, Frühjahr 2000

Harmonika-Orchester ohne ersten Vorsitzenden

Weinstadt.
Das Harmonika-Orchester Endersbach (HOE) muss vorerst ohne ersten Vorsitzenden auskommen. Ein Nachfolger wurde in der Hauptversammlung am Dienstagabend nicht gefunden. Obwohl die Versammlung mit knapp 60 Mitgliedern „sehr gut besucht war”, wie Margit Siegle, seit einem Jahr zweite Vorsitzende, berichtet.
Albrecht Rühle, für die FWV im Gemeinderat, kandidierte aus zeitlichen Gründen nicht mehr für den Vorsitz. Nun wird der Verein – von 150 Mitgliedern sind 83 in drei Orchestern aktiv („Fidele Oldies”, „Erstes Orchester” und Jugendorchester) – für ein Jahr provisorisch geführt. Die Zeit will der Ausschuss dafür nutzen, eine neue Struktur zu schaffen, bei der die Aufgaben anders verteilt werden. „Es kann nicht sein, dass einer immer alles macht”, fordert Margit Siegle. Nur so könne es gelingen, im nächsten Jahr einen Kandidaten für das Amt des Ersten Vorsitzenden zu gewinnen.
Ansonsten zog das HOE bei der Hauptversammlung eine positive Bilanz. Der Musikgarten läuft. Rund 70 Kinder im Alter von 1,5 bis fünf Jahren musizieren und singen in verschiedenen Gruppen als Vorbereitung auf ein späteres Instrument. So hofft es Margit Siegle. Zwölf Schüler spielen zur Zeit im Jugendorchester. „Wir hoffen, dass es in fünf Jahren mal 20 sind.”
Geehrt wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft im HOE: Dieter Wiedenmann, Eberhard Schwegler, Gerhard Schäfer und Artur Walter. Manfred Auch und Rolf Bubeck sind seit 40 Jahren dem Verein treu. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Marianne Siegle, Klaus Wilhelm und Margit Siegle ausgezeichnet.

1996 Musikgarten u. Tipperary

Mittwochs gibt´s jetzt im Vereinsheim neben der Jahnhalle den Musikgarten des HOE für Kleinkinder

Jutta Pöschko in der Waiblinger Kreiszeitung, April 1996

Alte Lieder, neue Spiele und Fische im Aquarium

Nichts gegen die „Si Sa Singemaus” von der Cassette. Aber das Singen mit der Mama oder dem Papa kann sie halt nicht ersetzen. Angela Hausenbiegl vom Harmonika-Orchester Endersbach hat deshalb den „Musikgarten” ins Leben gerufen. Kinder zwischen einem und drei Jahren machen dort gemeinsam mit ihren Müttern Musik.
Mittwoch morgen um halb zehn im Vereinsheim neben der Jahnhalle. Kathrin, Alessa, Timo, Tobias, Isabelle, Patrick und Nicolas sitzen mit Müttern und einer Oma auf dem Boden. Marc und Fabian sind namentlich gleich mehrmals vertreten. Beim Begrüßungslied wird in die Hände geklatscht, auf den Boden gepatscht und geklopft. Das macht Laune und schult das Gefühl für Rhythmus. Dann gibt´s „Hoppe, hoppe Reiter” und „Mein Jockele”, und da sind dann vor allem die Muskeln in den Schenkeln der Mütter gefragt. Da wird der (nicht mehr ganz babyleichte) Nachwuchs zur Musik hochgefedert – der gluckst fröhlich und strahlt.
„Wir wollen den Spaß an der Musik wecken”, hat sich Angela Hausenbiegl vorgenommen. Die 32jährige Mutter eines fünfjährigen Sohnes und einer zweijährigen Tochter ist ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin für Musik und Mathe, Akkordeonlehrerin und Dirigentin. Bei einem Fortbildungsseminar in Trossingen lernte sie das Konzept des Musikgartens kennen. „Das hat mir gefallen, zumal ich selber kleine Kinder habe”, erzählt sie. „In unserer Generation kennt man die Lieder nicht mehr so gut”, hat sie beobachtet. Ganz wichtig sei´s aber, dass die Eltern mit ihren Kindern viel singen. „Das kann keine Cassette ersetzen”, ist sie sicher. Und noch etwas spricht ihrer Meinung nach gerade heute besonders dafür, die Musikausbildung des Nachwuchs in die Hand zu nehmen: „Wenn man die Kinder an die Musik heranführt, weiß man später auch, wo sie sind”, sagt sie und lacht.
Seit Anfang April gibt´s die erste Stufe des Musikgartens für Ein- bis Dreijährige. Die zweite Stufe für Drei- bis Vierjährige soll im Sommer anfangen. In Planung sei derzeit die dritte Stufe für Vier- bis Sechsjährige. Von sechs Jahren an können Kinder beim Harmonika-Orchester dann Akkordeon lernen.
Zunächst mal soll´s aber einfach Spaß machen. Alte Lieder und neue Spiele wechseln sich ab. Da wird zu Ringel Rangel Rosen im Kreis getanzt und die „Zehn kleinen Zappelmänner” machen ihre Runde. Glöckchen an einem Holzgriff eignen sich prima, um zum Volkslied „Auf einem Baum ein Kuckuck saß” im Takt zu klingeln.
Mitmachen ist gut, klinkt sich einer aus – auch gut. „Wir machen keinen Stress hier”, sagt Angela Hausenbiegl. Kein Problem also, dass Marc die ganze Dreiviertel Stunde lieber im Kreis auf dem Boden liegt, als mit den anderen im Takt mit Holzklötzchen zu klappern. Ob der Nachwuchs zur fast meditativen Musik („jetzt sind wir in einem Aquarium”) so oder so die roten, blauen oder gelben Tücher schwingt: Alles ist erlaubt. Schließlich bewegen sich Fische und Wellen ja auch nicht nach Schema F, oder?

Besuch im irischen Tipperary

Das Harmonikaorchester Endersbach war zu Besuch im irischen Tipperary

Jutta Pöschko in der Waiblinger Kreiszeitung, April 1996

Begeistert von der Gastfreundschaft

Weinstadt.
„Die haben sich unheimlich bemüht.” Margit Siegle ist von der Gastfreundschaft in Irland noch ganz begeistert. Vom 11. bis 15. April war das Harmonika-Orchester zu Gast in Tipperary, die meisten Spieler bei irischen Familien. „Sie haben uns vier Tage lang das beste Essen serviert”, erzählt die zweite Vorsitzende. „Auch wenn das ganze Monatsgehalt dabei draufging.”

Ein Kirchenkonzert, ein Vorspielnach-mittag, ein Konzert in der Hotelhalle: die 43 Mitglieder des Harmonikaorchesters Endersbach hatten ein volles Programm in Tipperary. „Zunächst waren wir ganz erschrocken, als wir das Programm gesehen haben”, sagt Margit Siegle. Dann sei doch aber noch genug Zeit gewesen, um mit einem Bus die „grüne Insel” rund um Tipperary zu besuchen. Mit von der Partie waren dabei auch meist die jugendlichen Mitglieder des irischen Partnerorchesters.
Schon zum zweiten Mal haben sich die beiden Akkordeonorchester getroffen. Das erste Mal war´s vergangenes Jahr, als die Spieler aus Tipperary, einer Partnerstadt von Parthenay, zu Gast in Endersbach war. Wie es sich gehört, hatten die Endersbacher auch ein Geschenk für ihre Gastgeber im Gepäck. „Bei dem Konzert in dem Hotel wollten wir eigentlich dem Dirigenten Danny Ryan einen großen Weinrömer überreichen”, erzählt Margit Siegle. Zur Überraschung der Endersbacher gab´s indes keine offizielle Begrüßung – und keine Gelegenheit, das Geschenk an den Mann zu bringen. Erst am nächsten Tag hat der erste Vorsitzende Albrecht Rühle den Römer überreicht – ausgerechnet bei einem Konzert in einer Kirche. „Die Iren sehen das lockerer”, hat Margit Siegle beobachtet. „Die haben weniger Scheu vor der Kirche.”
Rund 5000 Menschen wohnen in Tipperary, viele von ihnen leben laut Karin Gabler, die im Weinstädter Rathaus für Partnerschafts-angelegenheiten zuständig ist, von der Landwirtschaft. Für die Besucher aus aktuellem Anlass gut zu wissen: „Sie betonten, dass wir Irish Beef gegessen haben und kein British Beef…..”
Trotz der Freundschaft, die die Endersbacher mit den Iren nun vertieft haben: Ein Wiedersehen wird´s so schnell nicht geben. „Vor allem aus Kostengründen”, weiß Margit Siegle. Wenigstens einer des irischen Orchesters kommt indes schon bald nach Weinstadt: Danny Ryan ist bei der Feier zum 15jährigen Bestehen der deutsch-französischen Partnerschaft vom 16. bis 19. Mai zu Gast in Weinstadt. Dann freilich nicht in seiner Eigenschaft als Dirigent des Orchesters, sondern als Chef des Partnerschaftskomitees.

1984 Festakt 50 Jahre HOE

Waiblinger Kreiszeitung, Mai 1984

„Wir haben uns verschworen…”

Weinstadt-Endersbach
Sieben waren es – der Bubecks Fritz, der Kuchers Paul, der Karl Walter, der Eugen Abele und wie sie alle hießen – sieben Freunde, die in einer lauen Sommernacht im Juni 1934, als der Wein wohl reichlich floss, einen Entschluss fassten: Gemeinsam eine Handharmonika zu kaufen.

So hat es angefangen mit dem Harmonika-Orchester Endersbach. Sieben Schwaben, eine Idee.
Geld hatten sie nicht viel, dafür umso mehr Begeisterung. „Wir haben uns verschworen, es unbedingt lernen zu wollen”, dieser pathetische Satz steht im Vereinsprotokoll nachzulesen. In der Sport- halle an der Schorndorfer Straße versuchten sich die jungen Endersbacher auf der Handharmonika.
Erfolgreich offensichtlich, denn schon einige Monate später machten die Musikanten Ernst aus dem ehemaligen Jux: sie gründeten den „Harmonika-Club”. Karl Walter wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, ein Dirigent, Albert Mack, war ebenfalls bald gefunden. Und die Mitgliederzahl wuchs – dank der Mund- propaganda – ständig.
Dann kam der zweite Weltkrieg und setzte einen vorläufigen Schlussstrich unter die Vereinsaktivitäten. Nach dem Krieg war es Karl Walter, der den Harmonika-Club 1947 wieder zu neuem Leben erweckte. Ziemlich schnell ging es wieder aufwärts. Im Jahr 1959 feierte der Harmonika-Club sein 25jähriges Jubiläum und nannte sich fürderhin „Harmonika-Orchester” – immer- hin zählte der Verein jetzt annähernd 120 Mitglieder.
Und sammelte genug Lorbeeren. Beim Europatreffen in Luzern, beim „Tag der Harmonika” in Stuttgart zeigten die Enders- bacher, was sie konnten. „Urkunden”, meint der heutige erste Vorsitzende Rudolf Lausch, „hammer genug”. Besonders stolz ist Lausch auf den jüngsten Erfolg: das Jugendorchester belegte 1981 den ersten Preis beim Landeswettbewerb.
Hat das Leistungsdenken jetzt dem früheren „aus Spaß an der Freud spielen” Platz gemacht? „Man hat auch Vergnügen”, das ist klar, meint Rudolf Lausch. Auf Ausflügen, beim gemeinsamen Viertele nach der Probe. Die Kameradschaft stimme. „Aber Musik bedeute schon vor allem ernsthaftes Arbeiten”.
Rund 180 Mitglieder zählt der Verein, über 70 davon sind Jugendliche. Vor Nachwuchs-problemen braucht sich der Endersbacher Akkordeonverein nicht zu fürchten. Was macht einen Verein wie diesen so attraktiv? „Die Gemeinschaft”, glaubt der Vorsitzende, „dass Kinder in der Gemeinschaft musizieren können”. Und nicht nur „Schrumm-Schrumm”-Melodien, sondern mit der Zeit auch anspruchsvolle, klassische und moderne Stücke.
Billig ist dieses Hobby freilich nicht. Ein gutes Akkordeon kostet um die 6000 Mark. Die Mitglieder müssen es meist selbst kaufen, denn der Verein hat nur einige wenige zum Ausleihen.
An diesem Wochenende, anlässlich der Feier zum 50jährigen Jubiläum, will das Harmonika-Orchester Endersbach Kost- proben seines Könnens servieren.
Heute Abend ist Auftakt mit einem Festakt in der Jahnhalle Endersbach (Beginn 19 Uhr). Morgen Abend, 20 Uhr, findet am selben Platz ein Festkonzert statt mit einem Repertoire, das vom Donauwellenwalzer über die „Suite moderne” bis hin zur Ouvertüre von Suppés Oper „Dichter und Bauer” reicht. Den Abschluss des Jubiläums bildet eine Gedenkfeier am Sonntag auf dem Endersbacher Friedhof. Beginn 11:15 Uhr.